Migration

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Migration


Migration soll hier verstanden werden als grundsätzliche Form der Bewegung, der Wanderung von Menschen, sei dies aus wirtschaftlichen, sozialen oder ethnischen Gründen. Die Loslösung der Bewegung vom woher oder wohin scheint dabei einen neuen Blick auf die Wanderung als Hauptphänomen zu eröffnen.

Migration von Räumen

Mit den Menschen wandern aber auch Räume und Bilder, kulturelle Praktiken und Lebensweisen. Diese werden oft automatisch in der „neuen Heimat“ reproduziert und manifestieren sich dort als Angebote exotischer Lebensarten und wirken so direkt auf den vorhandenen Raum ein, verändern das urbane Umfeld, es entsteht ein neuer Raum. Diverse gewanderte Räume in Form von Shopdesign, Lebensmittelläden, Imbissen und Marktständen haben den Stadtraum verändert und geprägt. Sie sind zu festen  Bestandteilen im Stadtbild Berlins geworden, wo sie oft eine Konservierung in Form und Ästhetik auszeichnet, die im jeweiligen Herkunftsland kaum mehr zu finden sind. Diese migrierten Räume aufzuspüren, sie im Stadtbild Berlins zu lesen, dabei zu analysieren wie diese Räume sich zur geteilten Stadt verhielten und nach Mauerfall erneute Wanderungen stattfanden und stattfinden wird ein Teil der künstlerischen Bestandsaufnahme sein, die wir mit diesem Projekt vornehmen.

Migration von Bildern

Der globalisierte Bilderaustausch ist längst ein Bestandteil unseres Alltags geworden, Bilder wandern als mediale Versatzstücke durch Zeiten und Räume. Oftmals abgelöst von inhaltlichen und kulturellen Kontexten verändern sich ihre Bedeutungen mit jedem neuen Blickwinkel und sie erlangen ein Eigenleben als Träger von Wissen und Information.