Mit den Menschen wandern Räume und Bilder, kulturelle Praktiken und Lebensweisen. Diese werden oft automatisch in der „neuen Heimat“ reproduziert und manifestieren sich dort als Angebote exotischer Lebensarten und wirken so direkt auf den vorhandenen Raum ein, verändern das urbane Umfeld, es entsteht ein neuer Raum. Diverse gewanderte Räume in Form von Shopdesign, Lebensmittelläden, Imbissen und Marktständen haben den Stadtraum verändert und geprägt. Sie sind zu festen Bestandteilen im Stadtbild Berlins geworden, wo sie oft eine Konservierung in Form und Ästhetik auszeichnet, die im jeweiligen Herkunftsland kaum mehr zu finden sind. Diese migrierten Räume aufzuspüren, sie im Stadtbild Berlins zu lesen, dabei zu analysieren wie diese Räume sich zur geteilten Stadt verhielten und nach Mauerfall erneute Wanderungen stattfanden und stattfinden wird ein Teil der künstlerischen Bestandsaufnahme sein, die wir mit diesem Projekt vornehmen.
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