Das interdisziplinäre Kunstprojekt „Die Migration von Räumen“ beleuchtet die mitgebrachten und geschaffenen Räume von Migranten zwischen Ankunfts- und Herkunftsland.
**************************
**************************
Der Stadtumbau zu einem Neuen Berlin und die Bewahrungstendenzen bei der Migration von Räumen führen zu Konflikten des Platz machens und Platz schaffens. Diese werden am Beispiel des Falls der Mauer aus dem Blickwinkel von Migranten genauer untersucht.
Migration meint nicht nur die Flucht von Menschen, sondern auch eine Bewegung von Räumen. Mitgebrachte Heimaträume (rurale, urbane) bilden gestärkt von wechselseitigen Abgrenzungsstrategien die Basis für neue Räume und Plätze. Gerade in Berlin sind nicht nur viele solcher „migrierten Räume“ zu beobachten, Berlin selbst ist kein statischer Raum, sondern stellt eine Vielzahl von sich verändernden Räumen dar. Diese zahlreichen Bewegungen und Veränderungen haben sich seit dem Mauerfall beschleunigt. Wie wurden die doppelten territorialen Grenzen (Wohnviertel/ Berliner Mauer) von den unterschiedlichen Migrantengruppen empfunden? Wie bewegen sich die verschiedenen Migrantengruppen in der politisch vereinten, räumlich vielfach geteilten Stadt?
In dem von Stefanie Bürkle initiierten Kunstprojekt „Die Migration von Räumen: Über Placemaking im Fokus von Migration und Mauerfall“ erarbeitet ein interdisziplinäres Team aus Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen mit unterschiedlichen Medien das umrissenen Themenfeld. In 2008 werden Interviews, Fotografien, Videodokumente und Texte erstellt und gesammelt, diese ersten Ergebnisse füllen sukzessive unsere website, die so zu einem öffentlichen Arbeits- und Skizzenbuch des Projektes wird und dessen prozessualen Charakter verdeutlicht. Eine Ausstellung der Ergebnisse ist für 2009, dem 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls, geplant.